Regard de Louis: Fernand Dubuis

Malerei-Ausstellung

Im vergangenen Sommer bot Regards de Louis einen Einblick in die Sammlung der Louis Moret-Stiftung. Werke von Albert Chavaz, Gérard de Palézieux, Paul Monnier, Joseph Gautschi und zwei Gemälde von Fernand Dubuis: Aushängeschild eines künftigen Ausstellungsprojekts.

In diesem Herbst lädt Regard de Louis: Fernand Dubuis dazu ein, diesen bedeutenden Schweizer Künstler neu zu entdecken, indem eine Auswahl von Werken – Gouachen, Ölgemälde, Aquarelle, Collagen – präsentiert wird, die alle mit Louis Moret in Verbindung stehen: vom Galeristen Dranse ausgewählte und bewunderte Werke, die aus seiner eigenen Sammlung stammen.

Die ausgestellten Werke, die aus verschiedenen Perioden der künstlerischen Laufbahn von Fernand Dubuis stammen, zeugen von seiner fortschreitenden Suche nach dem Wesentlichen und gleichzeitig von seiner Befreiung vom Zwang, die Welt abzubilden.
“Ich male nichts, auch nicht die buntesten und abstraktesten Dinge, was nicht bewusst oder unbewusst beobachtet wurde”: Für die Künstlerin verschmilzt die Beobachtung einer herbstlichen Landschaft, einer Flöte, einer Pfeife, eines Korbes mit Orangen, eines venezianischen Hafens mit ihrer Wahrnehmung und geht in ihr auf. Seine Technik beinhaltet einen langen Analyseprozess: Es ist ein Eintauchen in das Netzhautfeld, um es mit seinen Worten zu sagen. Es ist ein Eintauchen in das Feld der Netzhaut, um es mit seinen eigenen Worten zu sagen, ein Eintauchen, dem er sich ab den 1960er Jahren in der Normandie völlig hingibt.

Zunächst notiert er die Namen der Farben, die ihn bewegt haben, macht Versuche, ordnet die Elemente auf der Oberfläche an. Dann streicht, kratzt oder fügt er Farbe hinzu, sogar mit einem Messer. Dann sagt ihm seine Intuition, welche Formen die Farben annehmen sollen, ohne dass er durch eine Skizze, eine Zeichnung blockiert wird, ohne dass er das Objekt seiner Inspiration identifizieren kann. Schließlich sucht und findet er den dissonanten Ton, der die Komposition beleben kann: dieses Blau zwischen den Grüntönen oder dieses Violett zwischen den Gelbtönen. Als wäre es eine Selbstverständlichkeit, stellt er plötzlich fest, dass die Arbeit beendet ist. Es ist ein Moment der Gnade: Die Energie der empfindlichen Dinge, die man sieht oder spürt, zirkuliert zwischen den farbigen Massen und das Bild wird “lebendig”.

Praktische Informationen

Öffnungszeiten:
Vernissage: Samstag, 16. Oktober ab 17 Uhr
Mittwoch bis Sonntag: 15:00-18:00 Uhr

Preis:
Der Eintritt ist frei. Besuch gemäß den geltenden Hygienevorschriften.

Informationen und Kontakt:
www.fondationlouismoret.ch
info@fondationlouismoret.ch
+41 27 722 23 47

© Fernand Dubuis, Immobile musique , 1980, Öl auf Leinwand, 81 x 100, Privatsammlung Martigny